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psycoded

In der Netaudio-Community ist er schon seit langem eine feste Größe und hat sich mit außergewöhnlichem Minimal- und Technosound einen Namen gemacht. Inzwischen hat psycoded außerdem drei eigene Labels und beweist auch als DJ, dass Creative-Commons-Musik es mit kommerziell vertriebener jederzeit aufnehmen kann. Zum DJing kam psycoded eigentlich eher per Zufall: „Mitte der Neunziger hatte ich bei der „Steve Mason Experience“ auf BFBS eine bestimmte Art der Elektronischen Musik gehört, welche mir bis dahin vollkommen neu war. Daraufhin musste natürlich ein Plattenspieler her, um auch in den Genuss gewisser Scheiben zu kommen. Das Geld reichte nur für einen, als beschränkte ich mich zuerst aufs Hören. 1998 kam ein Zweiter hinzu, mit dem ich dann die ersten Experimente wagte.“ Und das blieb auch erst mal eine Weile so. Musik machte der Kölner in dieser Zeit fast nur für sich. Selbst als er bereits häufiger Veranstaltungen organisierte, ließ er zunächst noch andere auflegen. Irgendwann allerdings, erinnert er sich, häuften sich die Anfragen, und psycoded begann zunehmend selbst mit dem DJing: „Meinen ersten öffentlichen Auftritt hatte ich 2005 in Berlin. Es folgten viele kleinere Partys und wenige größere Festivals von Barcelona bis Moskau – von Kiel bis Zagreb. Am wohlsten fühle ich mich jedoch in einem kleinen, dunklen Keller, wo man auf Tuchfühlung mit dem Publikum gehen kann.“ Auch in der Produktion engagierte er sich bereits ab 1997 und nennt inzwischen mit „Haushaltsware“, „Zimmer-Records“ und „Akashic-Records“ drei Labels sein eigen. Durch sein starkes Engagement in der Creative-Commons-Szene, berichtet er, hätten sich mit der Zeit „Kontakte mit Künstlern auf der ganzen Welt“ ergeben, was zu diversen Remix-Aktionen und neuen Projekten führte: „von Tokio bis Chicago“. Ein ganz großer Teil seiner Arbeit ist dabei für jeden frei zugänglich: „Das meiste, was ich so fabriziere, ist kostenlos im Netz verfügbar – welches auch Teil meiner Ideologie geworden ist.“
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